Seit 1993 bin ich Diplomsportlehrer, seit 1997 Studienrat für Gestaltungstechnik und Sport am Hugo-Kükelhaus-Berufskolleg der Stadt Essen.
Im Bereich Gestaltung werde ich in den Fächern Gestaltungstechnik, Digitale Gestaltung und Verfahrenstechnik für die Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten in Kombination mit der Erlangung der Fachhochschulreife eingesetzt. Während die beiden Fächer Gestaltungstechnik und Digitale Gestaltung im fächerübergreifenden Unterricht als 6 stündiger Blockunterricht stattfindet, wird die Verfahrenstechnik diesen beiden Fächern thematisch zugeordnet. So können wir die Schülerinnen und Schüler projektorientiert und sehr komplex ausbilden. Zu meinen favorisierten Projekten gehört die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis - einem 5 monatigen Projektspiel für Existenzgründungen ... eine wirkliche "Lebensschule" und intensives Erfahrungsfeld für Schüler der Mittelstufe.
Desweiteren finden in den Unterstufen zumeist kleinere Projekte statt, die sich mit Printprodukten Postkarten,Flyern, Korrespondenzpapieren, Anzeigengestaltung, etc. befassen. Selbstverständlich ist auch das Logodesign/Signetdesign ein großes Thema.
Die bevorzugten Programme sind Photoshop, Freehand, QuarkXpress ... demnächst auch Indesign. Auch das Thema "Homepagedesign", besser Internetpräsentation, ist auf dem Lehrplan. Über GoLive und Dreamweaver in Verbindung mit Photshop/Imageready werden kleinere und realitätsnahe Projekte, speziell in der ästhetischen Gestaltung umgesetzt. Auf die Funktionsweise von CMS-Programmen wird hingewiesen, sie werden allerdings nicht geschult.
Die Oberstufe wird in Kombination mit dem Fach Verfahrenstechnik in der Post-Production, Drucktechnik und digitalen Fotografie die Projektarbeit fortgesetzt. Hier werden die "kleinen Tricks" verfeinert, der korrekte Druckvorstufenprozess thematisiert und die Einbindung der digitalen Fotografie in die Vielfalt der Printprodukte geschult bzw.ausprobiert.
Da wir nicht wissen, welche "Richtung" der Schüler einschlagen wird - Betonung des kreativen oder handwerklichen Prozesses - versuchen wir die Bandbreite vieler Berufsbilder anzuschneiden. Innerhalb der 3-jährigen Ausbildung "streifen" wir nahezu alle Berufsbilder, von der Werbetechnik über die Berufsfelder der Drucktechnik bis hin zu den Aufgaben, die ein "Designer" bzw. "Gestalter" für Aufgaben in der Werbebranche mitbringen muss.
Mein zweites Fach Sport erstreckt sich über "alle" möglichen Schulstufen und Bildungsangebote am HKBK. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Softskills und Gesundheitsprävention. Die Softskills wie Pünktlichkeit, Ordnung, Selbstdisziplin, Teamwork, etc. wird über viele Spielformen umgesetzt. Aber auch so "exotische" Sportarten wie Baseball, Flagfootball, Golf oder Ski und Snowboard finden über den Projektunterricht immer wieder Interesse der Schülerinnen und Schüler.
Bei der Gesundheitsprävention wird das Thema Ausdauer, Ernährung, berufsbezogener Ausgleichssport und allgemeine Fitness in den Focus gerückt. Dabei kooperieren wir - sofern es der Stundenplan zulässt - sehr häufig mit ortnahen Fitnesstudios ... nicht zuletzt wegen des Gedankes an den "Lifetimesport" und um Hemmschwellen abzubauen.
Viel Spaß machen auch immer wieder sogenannte "Sporttage", die uns das HKBK in regelmäßigen Abständen ermöglicht. So könne wir alle Schüler, die an diesem Tage die Schule besuchen mit verschiedenen Themen "beglücken" ... Von einer sportlichen Stadtralley (incl. Abseilen von Gebäuden, Bobbycarrennen und Minigolf) über individuelle Schnupperkurse (Von Hip-Hop tanzen bis hin zu meditativen Angeboten) und groß angelegten Turnieren ( wie die WM im Sommer es anbot) ist das Schulprogramm komplett in der Hand von unserer Sportfachkonferenz.
Highlights sind Jahrgangsstufenfahrten, die entweder das Skifahren und Snowboarden in Österreich/Schweiz oder Italien beinhalten aber auch das Mountainbiken auf Mallorca vorsehen.
Alles in allem ... ich liebe meinen Beruf.